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Bierengpässe durch amerikanische Touristen?

Trockenzeit auf der Karibikinsel: US-amerikanische Touristen haben sämtliche Bier-Vorräte auf Kuba weggetrunken, die kubanische Brauerei Bucanero hat darum drei Millionen Bierkästen aus der Dominikanischen Republik importieren müssen, wie The Guardian berichtet.

Kuba sei vor dem Hintergrund der sich normalisierenden Beziehungen mit den USA und dem jüngsten Besuch des US-Präsidenten Obama in letzter Zeit von US-Touristen regelrecht überflutet worden. Laut dem Guardian sind die kubanischen Bars, Cafés und Tankstellen nun auf ein unerwartetes Problem gestoßen — den unstillbaren Bierdurst der Amerikaner. In kürzestern Zeit sei fast sämtlicher Gerstensaft von der Zuckerinsel verschwunden.

So habe zum Beispiel die kubanische Staatsbrauerei Bucanero eingeräumt, dass eine weitere Brauerei gebaut werden muss, um den Ansprüchen der Kuba-Reisenden gerecht zu werden. Neulich habe das Brauhaus sogar 3 Millionen Kästen Bier aus der Dominikanischen Republik importieren müssen.

„Private Bars können jederzeit Nachschub finden, ich kann aber nur das verkaufen, was mir die Regierung erlaubt“, zitiert das Blatt den Manager einer staatlichen Kneipe, der das Bier ausgegangen sei, während das benachbarte Lokal einen bier-vollen Kühlschrank habe.

Nach Angaben örtlicher Medien haben die kubanischen Bierhersteller in dieser Woche Verträge über die Lieferung von 33 Millionen Bierkästen unterzeichnet, was die eigenen Produktionskapazitäten jedoch weit übersteige.

Im März war US-Präsident Barack Obama zu einer offiziellen Reise auf Kuba. Nach seinem Besuch versprach der US-Präsident unter anderem, dass amerikanische Touristen „sehr bald“ nach Kuba kommen könnten und es bald Direktflüge und Kreuzfahrten auf die karibische Insel geben werde.

10/04/2016, Quelle: Sputnik