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Anke Bernd (Cuba Radreise)

08. Januar 2020

Wir sind wohlbehalten von der Radtour 1000 km durch den Osten Cubas mit Dirk zurückgekehrt. Es war wieder, wie auch schon damals die Tour mit Jörg, toll und wir haben viele schöne Eindrücke mitgenommen. Dirk hat uns sehr engagiert und mit seiner unendlichen Erfahrung ausgezeichnet geleitet. Durch seine vielen Kontakte in den verschiedenen Etappenorten haben wir wieder einen intensiven Einblick in die Lebenswirklichkeit der Kubaner bekommen.

Die Entwicklung in Kuba selbst von der letzten bis zu dieser Tour ist erschreckend, die allgemeine Lethargie in vielen Bereichen und die Versorgungsengpässe bzw. die Notwendigkeit zur Improvision oder privatem "Handel" wird immer deutlicher. An echter Entwicklung hat sich neben dem jetzt möglichen Internetzugang, der Nutzung von Smartphones, den Elektrorollern und einigen "neueren" Fahrrädern nichts getan und die gefühlte Anzahl der Jineteros ist deutlich gestiegen. Echte Entwicklungen sind nicht zu erkennen. Die Granma (ein Exemplar habe ich "exportiert") drischt immer noch die alten Phrasen, die Anzahl der Leser wird wohl ständig abnehmen bei steigendem Alter der Leserschaft. Das Straßennetz hat sich leider in der Qualität auch nicht verbessert, die Küstenstraße hat noch einige Schlaglöcher dazubekommen und die "puente roto" ist jetzt endgültig unbrauchbar geworden. Die Strecke nach Moa ist jetzt für trainingswütige Mountainbiker ideal, unsere Schultern und Handgelenke waren abends ordentlich durchgeschüttelt. Was tatsächlich oft funktioniert hat, ist das Internet auf den Plätzen mit hotspot.

Wir haben glücklicherweise oft in Casas particulares übernachtet, dort sind die Gastgeber immer sehr bemüht und erfolgreich damit, die Gäste sehr gut zu bewirten und zu betreuen, auch hier haben Dirks Kontakte sehr geholfen.

Für neugierige Radler, die auch bereit sind, das zu essen und zu trinken, was da ist und die bereit sind, bei Hitze die Strecken zu bewältigen, ist es eine sehr empfehlenswerte Reise, die Natur und alles, was man am Straßenrad sieht, entschädigt für die Anstrengungen.

Vielleicht sehen wir uns in Dresden auf der Reisemesse, wir werden - wenn Profil mit einem Stand dabei ist - vorbeischauen.