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Kundenstimmen

Klaus-Peter (Privatreise Kuba)

Wir sind zurück aus Kuba. Mit dem Mietwagen hat alles reibungslos geklappt. Ein nagelneuer Geely, der allerdings seine Herkunft aus chinesischer Produktion nicht verleugnen konnte. Wir sind in den 3 Wochen 3500 km gefahren, hatten sehr schöne Erlebnisse in der Natur in der Sierra Maestra und den Nationalparks um Baracoa. Wir haben die große Gastfreundschaft der Kubaner erfahren und durch die Nähe zu den Familien auch die schwierigen Sorgen ihres Alltages kennengelernt. Zwischen unseren Besuchen liegen 2 Jahre und wir haben eine Veränderung empfunden. Die Polarisierung innerhalb der Gesellschaft zwischen ärmlichen Verhältnissen einerseits und einem sich entwickelnden Wohlstand und Konsums schreitet voran. Die doppelte Währung beschleunigt als Katalysator diesen Prozess. Die negativen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Tourismus, der durch ein krasses Wohlstandsgefälle geprägt ist, sind uns dieses Mal viel stärker aufgefallen. Die permanente Anmache in Havanna, Santiago oder Trinidad vor Augen war störend, ließ sich jedoch mit der entsprechenden Abwehrstrategie nach 2 Tagen beherrschen. Chancenlos waren wir gegen die aufgeschnittene Gesäßtasche der Treckinghose als wir in einer größeren Menschenmenge einem Festival am Eingang zum chinesischen Viertel zuschauten. Die Beute war indessen nur ein Paket Tempotaschentücher. Mit etwas mehr Vorsicht hätten wir die vorsätzlich provozierte Reifenpanne zwischen Rancho Luna und Cienfuegos vielleicht vermeiden können. Obwohl uns unsere Vermieterin zur Anzeige bei der Polizei drängte, nachdem sie die Täter anhand unserer Fotos namentlich identifizierte, sind wir diesen Schritt nicht gegangen, weil es bei dem Schaden lediglich um einem Geldbetrag handelte, der mit unseren Maßstäben als geringfügig zu bemessen ist, und die Strafe möglicherweise unverhältnismäßig ausgefallen wäre. In La Boca, wo wir noch vor zwei Jahren sorglos das Haus verlassen konnten, herrschte jetzt große Angst. Es musste stets alles mehrfach gesichert werden, Wäsche durfte bei Abwesenheit oder des nachts nicht hängen bleiben. Wie wichtig alle diese Vorkehrungen sind, erfuhren wir eines Morgens als das Haus ohne Wasser war. Während der Nacht waren 15 m Schlauch aus der Zuleitung herausgeschnitten worden. Trotz dieser Erfahrungen möchten wir keinen Tag unseres Urlaubs missen, die vielen positiven und schönen Erlebnisse mit den Menschen, die trotz ihres harten Alltages mit den vielen schier unüberwindlichen Hindernissen, Lebensfreude ausstrahlen und eine ansteckende fröhliche Gelassenheit demonstrieren, werden wir in bleibender Erinnerung behalten und wir sind dankbar, dass wir dieses Land aus der Perspektive eines Individualtouristen erleben konnten. Ob wir noch einmal nach Kuba reisen, wird viel von der zukünftigen Entwicklung im Land abhängen. Wenn ja werden wir vor allem wegen der Menschen wiederkommen.