Profil Cuba-Reisen.de

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Kundenstimmen

Evelyn & Matthias (Radreise Ostkuba)

Ich habe vom 27.10. bis 17.11.2012 zusammen mit meinem Mann die Radreise "1000 km durch den Osten Kubas" gebucht und auch erfolgreich absolviert.

Es sind nun schon wieder einpaar Wochen vergangen, man hat viele Erlebnisse zu verarbeiten und wird durch das Sichten und Bearbeiten der vielen Fotos immer mal wieder auf Cuba "zurückgeholt". Wir müssen sagen, dass uns diese Reise sehr gefallen hat und wir auch mit unserer sportlichen Leistung sehr zufrieden sind. Trotzdem möchten wir hier einpaar Anmerkungen machen.
Der Aufbau der Reise, die Unterkünfte und auch die Einteilung der Ruhetage bzw. die Zeit wo man sich auch mal von der Gruppe zurückziehen konnte, empfanden wir als sehr angenehm.
Wo man Abstriche machen muss ist bei der Qualität der Fahrräder. Ich hatte großes Glück mit meinem "Baby" aber andere in unserer Gruppe leider nicht. Es gab Speichenbrüche ohne Ende, platte Reifen und am Radl meines Mannes war der Alugepäckträger der Anstrengung nicht gewachsen, das Gewicht (welches ja eh begrenzt ist) ohne ständiges Nachjustieren zu tragen.
Die damit verbundenen Reparaturzeiten waren für alle ziemlich nervig und am Ende auch anstrengend. Wir haben erfahren, dass ein Teil der Räder relativ neuwertig waren aber die Qualität dieser Räder war einfach nur schlecht. Bei dieser täglichen Beanspruchung sollten Sie mehr Wert auf die Qualität legen und für solche Reisen Markenprodukte einsetzen. Es ist allein unserem Reiseleiter zu verdanken, dass er es immer wieder schaffte mit seinem Einfallsreichtum die notwendigen Reparaturen erfolgreich durchzuführen und manchmal zu "improvisieren". Durch ihn und seine vielen Bekanntschaften waren wir sehr oft in der einheimischen Bevölkerung integriert und das fanden wir sehr interessant und spannend.
Wo wir an dieser Stelle auch hinweisen möchten ist, dass man für diese Route schon eine ziemlich gute Kondition haben muss. Wir fahren im Jahr ca. Tour gab es dann schon paar richtig ordentliche Bergtouren, wo dann manche Teilnehmer schon richtig an ihre Grenzen kamen (wir eingeschlossen). Das sollten Sie auf Ihrer Seite vielleicht noch ein wenig deutlicher machen.
Was auch noch negativ war ist der Rückweg von Cayo Saetia. In Ihren Reiseunterlagen steht, dass man von der Insel per Schiff/ Fähre übersetzt und dann weiter Richtung Guardalavaca mit dem Radl fährt. Die angegebenen Kilometer belaufen sich so um die 55km. Wir mussten allerdings mit dem Radl erstmal wieder um die Insel zurück weil zum einen die Fähre schon seit Jahren nicht mehr verkehrt und zum anderen es vorher ordentlich geregnet hatte und somit der Plan unseres Reiseleiters leider auch geplatzt war. Er hätte es privat organisieren können, dass wir mit einem Boot übersetzen konnten, nur wäre die Voraussetzung gewesen, dass die Piste trocken ist. Das war leider nicht gegeben und so mussten wir 65km Umweg fahren und am Ende waren es dann 115km an diesem Tag. Von den meisten Teilnehmern hing die Zunge quasi in der Kette. An dieser Stelle sollten Sie Ihre Unterlagen korrigieren und nach einer Alternative suchen um die Etappe erträglicher zu machen.
Alles in allem war es aber eine tolle Reise, mit sehr schönen Erlebnissen, ein super "lustiges Reisegrüpple" und ein extrem guter Reiseleiter. Jörg hat uns Cuba so nah gebracht und uns mit Infos versorgt, das war großartig. So stellt man sich einen Reiseleiter vor.

Vielen Dank für die erlebnisreichen 3 Wochen und viele Grüße.

Stellungnahme von Profil Cuba-Reisen

Zunächst vielen herzlichen Dank für die ausführliche und überwiegend positive Rückmeldung! Und danke auch für Ihre kritischen Anmerkungen. Einige davon kann ich jedoch so nicht stehenlassen und möchte daher zu einen Punkten Stellung nehmen:

Alle von uns eingesetzten Fahrräder sind qualitativ gute Fahrräder. Die meisten davon stammen von deutschen Markenherstellen, einige wenige stammen von renommierten ausländischen Marken, wie z. B. Trek.

Übrigens werden die Rahmen fast aller deutscher Hersteller in Taiwan gefertigt, nicht nur weil sie dann billiger, sondern auch weil sie besser sind. Fast alle Anbauteile unserer Räder stammen vom japanischen Hersteller Shimano.

Wir buchen für unsere Kunden jährlich mehrere tausend Miettage (auch Individualvermietungen) und haben sehr selten Klagen über Pannen.

Die überwiegende Zahl der Speichen stammen von der Firma SAPIM, aufgrund der Korrosionsprobleme im Zusammenhang mit Salzwasser und feuchter Luft stellen wir derzeit alle Räder auf Niro-Speichen (rostfreie Speichen) um. Alle von uns verbauten Speichen stammen von der oben genannten Firma oder anderen Markenherstellern. Dass auf einer Tour mit 1000 km auf teilweise schlechten Straßen mit Gepäck Speichen brechen können, ist leider unvermeidlich. Bei einer Gruppe mit 13 Personen und 3 Wochen brechen im Durchschnitt pro Tour 3-5 Speichen an den Mieträdern.

In dieser Saison (2013/2014) haben wir allerdings ausgerechnet bei den vermeintlich besten Speichen übermäßig viele Speichenbrüche verzeichnet. Auf einer Tour waren es 12. Das betraf leider auch nachfolgende Touren, und wir haben uns mit dem Hersteller deswegen in Verbindung gesetzt, und warten auf eine Rückmeldung. Wir vermuten, dass eine bestimmte Charge des verarbeiteten Stahls  Materialfehler aufwies. Die Speichenbrüche traten vor allem bei der vorletzten Lieferung der roten Räder auf. Unsere Mechaniker sind bereits seit Wochen mit dem Auswechseln der Speichen und Zentrieren der Felgen beschäftigt.

Richtig ist, dass die Aluminium-Gepäckträger, die bei einem Teil der Räder zur Erstausstattung gehörten für diese gewerbliche Belastung der Räder nicht geeignet sind. Nachdem mehrere Brüche an den Lötstellen auftraten, sind bereits seit Anfang der Saison 2011/2012 dabei diese Gepäckträger durch solche der Marke Tubus zu ersetzen, die einzigen unserer Meinung nach, die für eine solche Belastung geeignet sind. Leider gibt es noch einige wenige Räder mit den alten Alu-Gepäckträgern; wir hoffen jedoch dass die Umrüstung mit dem Ablauf dieser Saison abgeschlossen sein wird.

Auch die Bereifung besteht zu 90% aus Schwalbe Marathon oder Continental-Reifen. Ca. die Hälfte der Schwalbe-Reifen sind "pannensicher". Allerdings treten auch bei diesen Reifen in Cuba Reifenpannen auf. Wer die Straßen und die Verhältnisse in Cuba kennt, den wundert dies auch nicht. Es kommt vor, dass einzelne Räder nach einer Reparatur Faltreifen oder sogar cubanische (= chinesische) Reifen haben, aber das ist die Ausnahme. Übrigens sind auch die in Cuba gekauften Reifen kaum anfälliger für Pannen als die "deutschen" (Schwalbe-Reifen kommen aus Indonesien). Sie sind nur insgesamt weniger haltbar.

Was die Anforderungen der Tour an die Kondition betrifft, so steht außer Frage, dass es sich um keine "leichte" Fahrradtour handelt. Dies wird aber auch in keiner Ausschreibung behauptet. Wir weisen - auch in der Beratung - immer darauf hin, dass die Tour anstrengend ist, dass zum Teil beträchtliche Steigungen zu bewältigen sind, dass aber die Länge der Etappen für geübte Radfahrer eher kurz ist, so dass bei frühzeitigem Aufbrechen der Gruppe nie Zeitdruck entsteht und auch die schwierigeren Etappen problemlos bei Tageslicht bewältigt werden können.

Zu Ihrer Schilderung betreffend Cayo Saetía: Es ist nicht richtig, dass die Fährverbindung nach Antilla seit Jahren eingestellt ist. Was vor einigen Jahren geändert wurde, ist, dass es keine staatliche Fähre mehr gibt, die zu festen Uhrzeiten fuhr, sondern eine an die Hotelanlage angebundene private Fähre, die nach Bedarf fährt. Wir führen diese Tour ca. 7-8 mal pro Jahr durch und können meistens diese Fähre auch benutzen. Dass sie ausfallen kann bzw. der Weg zur Anlegestelle bei Regen unpassierbar sein kann, ist uns bekannt, und das wissen auch die Reiseleiter, die das Thema vor Beginn der Tour ansprechen sollten, da diese Situation ca. 1-2 mal pro Saison auftreten kann.

Falls sich jemand nicht in der Lage sieht, die entsprechend längere Etappe dann zu fahren, besteht auch immer die Möglichkeit einen Transfer zu organisieren.

Ich hoffe, dass ich deutlich machen konnte, dass wir Probleme wahrnehmen und sie auch tatkräftig angehen. Leider gibt es bei einer solchen Tour sehr viele Unwägbarkeiten, so dass sie insgesamt immer ein Abenteuer bleibt - auch für uns.